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Geld weg  –  keiner will haften

Bankenhaftung: Beweiserleichterungen gegenüber Banken geboten

12.01.2011

Beiträge anzeigen, die einen der folgenden Begriffe beinhalten:

Bankenhaftung: Bankkunden, die Geld anlegen oder einmal im Leben Hausfinanzierungen benötigen, vertrauen zumeist auf den Rat und eine sach- und interessengerechte Anlageempfehlung und Finanzierungsberatung der Bankmitarbeiter. Oftmals stellen sie dann erst Jahre später fest, dass die Beratung nicht anleger- und objektgerecht war. Auch bei Finanzierungsberatungen werden häufig Kombinationsmodelle, wie z. B. Bausparkombinationsfinanzierungen oder an den Abschluss von Lebensversicherungen gekoppelte Darlehen sowie Swap-Geschäfte empfohlen, die im Vergleich zu herkömmlichen Tilgungsdarlehen, bei denen sich die Restschuld fortlaufend reduziert, nachteilig sein können. Da der gesamte effektive Jahreszinssatz für die Kombinationsmodelle nicht ausgewiesen wird, können Darlehensnehmer die wahren Kosten der Finanzierung nicht erkennen. Gutachterliche Prüfungen ergeben dabei häufig, dass die Kombinationsfinanzierung auf die gesamte Laufzeit des Darlehens gesehen, um etliche Tausend Euro teurer als Tilgungsdarlehen sein können. Für die Auflösung von Swap-Geschäften werden häufig hohe negative Marktwerte berechnet, auf die bei Abschluss nicht hingewiesen wurde. Bei Kapitalanlagen, die nicht auf den Anleger zugeschnitten sind, werden häufig erhebliche Verluste bis hin zum Totalverlust erlitten. Betroffene Anleger berichten, dass sie in dem dem Wertpapierkauf vorangegangenen Gespräch darauf hingewiesen haben, dass sie keinesfalls einen Kapitalverlust in Kauf nehmen wollen. Oftmals werden dennoch Anlageformen, wie z. B. Beteiligungen an Immobilienfonds oder der Kauf spekulativer Zertifikate vorgeschlagen, die gerade nicht auf den Kapitalerhalt gerichtet sind, sondern bei denen Risiken bis hin zum vollständigen Kapitalverlust bestehen. Soweit Anleger Jahre später feststellen müssen, dass sie im Vertrauen auf die Beratung des Bankmitarbeiters dennoch erhebliche Schäden erleiden und daher Ansprüche auf Schadensersatz anmelden, stellen sie fest, dass sie vor nicht unerheblichen Beweisproblemen stehen. Der Bankmitarbeiter kann als Zeuge auftreten, während der Anleger und Darlehensnehmer häufig das Gespräch allein führte. Da Bankmitarbeiter zumeist bezeugen, auf sämtliche Risiken umfassend hingewiesen zu haben, sind Beweiserleichterungen zu Gunsten der Anleger bei Bankenhaftung dringend geboten. Der Bundesgerichtshof hat dies in mehreren wichtigen anlegerfreundlichen Urteilen, z. B. für den Erwerb von Steuersparimmobilien und Schrottimmobilien erkannt. In dem Urteil vom 21.09.2010 (Az: 232/2009) ging es um eine von einer Sparkasse finanzierte Beteiligung an einem geschlossenen Immobilienfonds. Der Bundesgerichtshof hat eine erhebliche Beweiserleichterung ausgesprochen. Bankkunden, die vor dem Abschluss von Finanzierungen oder Kapitalanlageentscheidungen stehen, sollten sich kritischer zeigen und nach einer umfassenden Beratung im Beisein von unbeteiligten Zeugen nachfragen und sich die wichtigsten Zusagen, wie z. B. den Kapitalerhalt oder die jederzeitige Verkaufsmöglichkeit, schriftlich bestätigen lassen. Es ist auch zu empfehlen, ggf. die Beratung von unabhängigen Honorarberatern in Anspruch zu nehmen und sich bei den Bankberatern nach der Höhe von Provisionen zu erkundigen, um das eigene Interesse der Bank zu erkennen. Betroffenen Anlegern, die bereits Schäden erlitten haben, wird geraten, die in ihrem Fall bestehenden Schäden durch einen auf Kapitalanlagerecht und Finanzierungen spezialisierten Rechtsanwalt prüfen zu lassen.

Weitere Beiträge

Es folgt eine Auflistung weiterer Beiträge, die mit den Schlagworten des aktuellen Beitrags (Bankenhaftung, Steuersparimmobilie, SWAP, Zertifikat) hohe Übereinstimmungen aufweisen.

Stader Richter: Bank muss Schaden zahlen

Rückabwicklung und Schadensersatzansprüche des Anlegers durch Verletzung der Aufklärungspflicht über Rückvergütungen und Provisionen in der Anlageberatung

01.10.2012

Der Anleger geht zur Bank, um sein Kapital sicher und kurz- bis mittelfristig anzulegen. Damit kommt ein Beratungsvertrag zustande, nach dem die Bank nach dem Wertpapierhandelsgesetz zur vollständigen, richtigen und umfassenden Beratung und Aufklärung verpflichtet ist. Der Berater empfiehlt dem Kunden, das Kapital in eine geschlossene Fondsbeteiligung anzulegen.

Lehman-Zertifikate

OLG Frankfurt verurteilt Bank zum Schadensersatz wegen mangelhafter Anlageberatung beim Erwerb von Lehman Twin Win-Zertifikaten

29.04.2010

Das Oberlandesgericht Frankfurt a. M. hat mit Urteil vom 17. Februar 2010 (Az: 17 U 207/09) festgestellt, dass eine Bank Schadensersatz wegen mangelhafter Anlageberatung beim Erwerb von Lehman Twin Win-Zertifikaten zu leisten hat. Hat der Anlageberater empfohlen Lehman Twin Win-Zertifikate zu zeichnen, bei denen - abgesehen von einer sog. Sicherheitsschwelle/Barriere von 50 % und dem Emittentenrisiko - ein Kapitalverlust ausgeschlossen ist, muss der Berater über die Rückzahlungsalternativen bei Berühren und Unterschreiten der sog. Sicherheitsschwelle detailliert aufklären.

Lehman-Geschädigten droht in Kürze Verjährung ihrer Ansprüche

Rechtsposition von Lehman-Anlegern durch Urteile der Landgerichte Mönchengladbach und Hamburg gestärkt

18.12.2009

Viele Lehman-Anleger haben Zertifikate im Februar 2007 auf Anraten ihrer Bankberater gekauft und durch die Lehman-Pleite im September 2008 drastische wirtschaftliche Verluste erlitten. Es liegen weitere positive Urteile vor: Die Commerzbank AG wurde als Rechtsnachfolgerin der Dresdner Bank AG von den Landgerichten Hamburg und Mönchengladbach verurteilt, Lehman-Anlegern den Schaden zzgl. Zinsen vollständig zu ersetzen und die Rechtsanwalts- und Gerichtskosten zu tragen (Landgericht Mönchengladbach, Urteil vom 17.11.2009, Az: 3 O 112/09, Landgericht Hamburg, Urteil vom 15.12.2008, 318 O 4/08, rechtskräftig).

Das Amtsgericht Leipzig verurteilt Citibank zum Schadensersatz wegen Falschberatung

Amtsgericht Leipzig: Citibank hat Kursverlust beim Erwerb von Zertifikaten zu erstatten

11.02.2009

Das Amtsgericht Leipzig hat die Citibank mit Urteil vom 10.11.2008 (Az:115 C 3759/08 - rechtskräftig) verpflichtet, den aufgrund einer Falschberatung erlittenen Kursverlust, die entgangenen Zinsen für eine Festgeldanlage und die Rechtsanwaltskosten zu ersetzen.

BGH: Verbotene Rechtsberatung im Zusammenhang mit Steuersparimmobilien.

Über beauftragte Dritte abgeschlossene Darlehensverträge sind unwirksam

11.07.2002

Steuersparimmobilie, verbotene Rechtsberatung: Viele Wege führen nach Rom. Der Bundesgerichtshof hat einen weiteren Weg geebnet, auf dem sich die unfreiwilligen Eigentümer sog. Steuersparimmobilien ihrer Wohnung wie auch des dazugehörigen Kredits entledigen können.

Schloß der Immobilienkäufer nicht mit der Bank oder Sparkasse selbst den Darlehensvertrag, sondern beauftragte er anläßlich eines Notartermins Dritte - sog. Geschäftsbesorger oder Treuhänder - mit dem Abschluß aller zum Erwerb erforderlichen Verträge, so gilt diese Beauftragung als unwirksam, sofern der Bevollmächtigte kein Rechtsanwalt war.

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