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LG Hamburg: Bank hat Beratungs- und Aufklärungspflicht verletzt, Dresdner Bank ist zur Zahlung von Schadensersatz verpflichtet

Alpha Express Zertifikat – positives Urteil auch für Lehman Brothers Geschädigte

10.02.2009

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Der Berater empfahl den Kunden – ungefragt – das „Dresdner Alpha Express Zertifikat II“ als Alternative zur bisherigen Kapitalanlage in dit-Geldmarktfonds. Bei diesem von der Bank vorgeschlagenen Zertifikat spekulierte der Anleger auf eine positive Entwicklung im Index „DJ Eurostoxx Selected Dividend 30“notierte Dividendenwerte. Der Anleger riskierte den teilweisen bis völligen Kapitalverlust, wenn der im Index „DJ EURI Stoxx Selected Dividend 30“ zum Laufzeitende in seiner Wertentwicklung um 40 % oder mehr hinter dem Dax zurückblieb. Andererseits konnten bei günstigem Verlauf bereits nach einem Jahr eine Verzinsung von 16,75 % oder mehr erlangt werden. Nachdem die Kunden die Zertifikate im Nennwert von 34.965,00 EUR aufgrund des Beratungsgesprächs kauften, erhielten sie erst nach erteilter Kauforder eine schriftliche Beschreibung des Zertifikats. Nachdem der Kurs des Zertifikats in der Folgezeit gesunken war, verkauften die Kunden die Zertifikate zu einem Preis von 22.701,00 EUR. Die Kunden verlangten anschließend wegen unzureichender Aufklärung über die Risiken und Chancen des Zertifikats Schadensersatz von der Bank. Die Anleger beriefen sich darauf, dass sie gar nicht gewusst hätten, was ein Zertifikat überhaupt sei. Außerdem habe die Beraterin mitgeteilt, dass keinerlei Risiken mit der Kapitalanlage verbunden seien, dass sich hohe Renditen ergeben würden und sie die Anlage jederzeit ohne Kursrisiko verkaufen könnten. Die Beraterin habe ihnen jedoch nicht erklärt, unter welchen Bedingungen sie ihr eingesetztes Kapital nur teilweise zurückerhalten oder vollständig verlieren würden. Von Anlagegeschäften hätten sie als Rentner keine besondere Kenntnis gehabt und auch nicht die wirtschaftlichen Zusammenhänge durchschauen können. Bereits zum Zeitpunkt des Beratungsgesprächs im Mai 2007 sei ein Kursrückgang des Zertifikat wahrscheinlich gewesen. Das Landgericht Hamburg kommt mit Urteil vom 15.12.2008 zu dem Schluss, dass die Bank ihre gegenüber den Kunden obliegenden Beratungspflichten schuldhaft verletzt hat. Da die Bank dem Kunden – ungefragt - eine konkrete Anlage als Alternative zu ihrer bisherigen Kapitalanlage empfahl, ist ein Beratungsvertrag zustande gekommen. Die Bank hat den Kunden über alle für die Anlageentscheidung wesentlichen Punkte zu informieren und die erteilten Informationen fachgerecht zu beurteilen und zu bewerten. Das Landgericht Hamburg stellt fest, dass der Berater die Kunden nicht ausreichend anleger- und anlagegerecht beraten hat. Der Beraterin ist es insbesondere in der Beweisaufnahme nicht gelungen, hinreichend darzulegen, dass sie Anlageziel und Fachwissen erfragt und die Kunden über das Funktionieren der Zertifikate sowie Chancen und Risiken ausreichend beraten hat. Bisherige Erfahrungen und Kenntnisse mit dem Erwerb von Aktien sind unschädlich, da es sich bei dem Alpha Express Zertifikat um eine völlig andere Anlageform mit wesentlich spekulativerem Wettcharakter handele. Die Beteiligung am dit-Geldmarktfonds, in dem die Kunden bislang ihr Vermögen anlegten, ist hiermit nicht in Einklang zu bringen.

Fazit: Das Urteil des Landgerichts Hamburg ist auch von Bedeutung für Inhaber von Alpha Express Zertifikaten von Lehman Brothers. Es handelt sich in dem vom Landgericht Hamburg entschiedenen Fall zwar um ein Zertifikat der Dresdner Bank AG. Da Lehman Brothers vergleichbare Zertifikate emittierte, prüfen wir gerne, ob sich auch Inhaber von Alpha Express Zertifikaten von Lehman Brothers auf das positive - noch nicht rechtskräftige Urteil – des Landgerichts Hamburg berufen können. Dabei sind jeweils die besonderen Umstände des Einzelfalles zu berücksichtigen. Wir beraten bundesweit Inhaber von Zertifikaten und Anleihen über Erfolgsaussichten und Chancen.

Weitere Beiträge

Es folgt eine Auflistung weiterer Beiträge, die mit den Schlagworten des aktuellen Beitrags (Beratungspflicht, Lehman Brothers, Zertifikat) hohe Übereinstimmungen aufweisen.

Geld weg  –  keiner will haften

Bankenhaftung: Beweiserleichterungen gegenüber Banken geboten

12.01.2011

Bankkunden, die Geld anlegen oder einmal im Leben Hausfinanzierungen benötigen, vertrauen zumeist auf den Rat und eine sach- und interessengerechte Anlageempfehlung und Finanzierungsberatung der Bankmitarbeiter. Oftmals stellen sie dann erst Jahre später fest, dass die Beratung nicht anleger- und objektgerecht war. Auch bei Finanzierungsberatungen werden häufig Kombinationsmodelle, wie z. B. Bausparkombinationsfinanzierungen oder an den Abschluss von Lebensversicherungen gekoppelte Darlehen sowie Swap-Geschäfte empfohlen, die im Vergleich zu herkömmlichen Tilgungsdarlehen, bei denen sich die Restschuld fortlaufend reduziert, nachteilig sein können. Da der gesamte effektive Jahreszinssatz für die Kombinationsmodelle nicht ausgewiesen wird, können Darlehensnehmer die wahren Kosten der Finanzierung nicht erkennen.

Lehman-Zertifikate

OLG Frankfurt verurteilt Bank zum Schadensersatz wegen mangelhafter Anlageberatung beim Erwerb von Lehman Twin Win-Zertifikaten

29.04.2010

Das Oberlandesgericht Frankfurt a. M. hat mit Urteil vom 17. Februar 2010 (Az: 17 U 207/09) festgestellt, dass eine Bank Schadensersatz wegen mangelhafter Anlageberatung beim Erwerb von Lehman Twin Win-Zertifikaten zu leisten hat. Hat der Anlageberater empfohlen Lehman Twin Win-Zertifikate zu zeichnen, bei denen - abgesehen von einer sog. Sicherheitsschwelle/Barriere von 50 % und dem Emittentenrisiko - ein Kapitalverlust ausgeschlossen ist, muss der Berater über die Rückzahlungsalternativen bei Berühren und Unterschreiten der sog. Sicherheitsschwelle detailliert aufklären.

Lehman-Geschädigten droht in Kürze Verjährung ihrer Ansprüche

Rechtsposition von Lehman-Anlegern durch Urteile der Landgerichte Mönchengladbach und Hamburg gestärkt

18.12.2009

Viele Lehman-Anleger haben Zertifikate im Februar 2007 auf Anraten ihrer Bankberater gekauft und durch die Lehman-Pleite im September 2008 drastische wirtschaftliche Verluste erlitten. Es liegen weitere positive Urteile vor: Die Commerzbank AG wurde als Rechtsnachfolgerin der Dresdner Bank AG von den Landgerichten Hamburg und Mönchengladbach verurteilt, Lehman-Anlegern den Schaden zzgl. Zinsen vollständig zu ersetzen und die Rechtsanwalts- und Gerichtskosten zu tragen (Landgericht Mönchengladbach, Urteil vom 17.11.2009, Az: 3 O 112/09, Landgericht Hamburg, Urteil vom 15.12.2008, 318 O 4/08, rechtskräftig).

Das Amtsgericht Leipzig verurteilt Citibank zum Schadensersatz wegen Falschberatung

Amtsgericht Leipzig: Citibank hat Kursverlust beim Erwerb von Zertifikaten zu erstatten

11.02.2009

Das Amtsgericht Leipzig hat die Citibank mit Urteil vom 10.11.2008 (Az:115 C 3759/08 - rechtskräftig) verpflichtet, den aufgrund einer Falschberatung erlittenen Kursverlust, die entgangenen Zinsen für eine Festgeldanlage und die Rechtsanwaltskosten zu ersetzen.

Positives Urteil des Landgerichts Hamburg: Hoffnung für geschädigte Anleger

Urteil LG Hamburg: Lehman Brothers Zertifikate - Schadensersatz für geschädigte Anleger

12.11.2008

Nach der Insolvenz von Lehman Brothers fürchten viele Betroffene den Totalverlust. Gekauft wurden die Lehman Brothers Zertifikate zumeist auf Empfehlung von Anlageberatern der Banken und Sparkassen. Diese nehmen aufgrund langjähriger Geschäftsbeziehungen besonderes persönliches Vertrauen in Anspruch. Lehman Brothers zahlte für den Vertrieb der Zertifikate hohe Provisionen. Anlageberater hatten aufgrund hoher Provisionszahlungen erhebliche Anreize, die Zertifikate von Lehman Brothers anzupreisen. Auf das Emittentenrisiko (Insolvenzrisiko) und hohe Provisionszahlungen wurde zumeist nicht hingewiesen. Heute stehen auch viele sicherheitsorientierte Anleger, die Geld zur Altersvorsorge anlegten, vor riesigen Verlusten.

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